Blog

  • Yumeko – Das dritte halbe Jahr

    „Glück erkennt man daran, dass man die Erde riechen, den Wind spüren kann.“

    Januar – Juni 2025

    Der Winter brachte neue Entdeckungen – ganz besonders eine: Maulwurfhaufen und Schnee.
    Yumeko hat darin eine wahre Leidenschaft gefunden. Buddeln, graben, die Nase tief in die Erde stecken und dann zum nächsten Hügel springen – pure Freude.
    Manchmal verschwindet nur noch ihr kleiner Schwanz aus dem Schnee oder Gras, und man weiß: Sie ist wieder auf Entdeckungsreise.

    Ende Januar hatte sie ihre zweite Läufigkeit. Die Hormone meldeten sich deutlich, und trotzdem blieb sie erstaunlich ruhig – ein bisschen müde, etwas verschmuster, sehr bei sich.

    Mit dem Frühling kamen die ersten Insekten zurück, und die Felder erwachten.
    Der Weizen begann zu sprießen, und Yumeko fand nichts schöner, als durch die langen Halme zu springen, während die Spitzen ihren Bauch kitzelten.
    Manchmal wirkt sie dann wie ein kleines Reh – frei, verspielt, ganz im Moment.

    Von ihrem Wesen her ist sie freundlich, neugierig und hat immer ein bisschen Schnabernack im Sinn.
    Viele Dinge nimmt sie inzwischen ganz selbstverständlich – Autofahren, Spaziergänge durch unsere Kleinstadt, neue Geräusche oder fremde Orte.
    Wenn ihr etwas unbekannt ist, reicht meist ein kurzer Moment des Schnupperns und Beobachtens, und schon ist es „abgehakt“.

    Ihre Art zu schmusen ist unvergleichlich – so sanft, so ruhig.
    Nur abends, bei der Rauf-Runde mit Dirk, kommt ihre wilde Seite hervor. Dann sieht man, dass in ihr auch eine kleine Bärin steckt – stark, verspielt und voller Lebensfreude.

    Auch im Umgang mit anderen Hunden zeigt sie ihre besondere Art.
    Sie bleibt freundlich, selbst wenn ihr ein anderer einmal unfreundlich begegnet.
    Oft versucht sie, mit einem kleinen Hüpfer oder einer verspielten Vorderkörpertiefstellung (dem typischen Spielbogen) noch einmal zum Spielen einzuladen – und erstaunlicherweise liegt ihre „Erfolgsquote“ dabei bei fast 70 %.
    Ein kurzes Schnuppern, ein stilles Hallo – und oft beginnt ein neuer Moment Freundschaft.

    Bei Begegnungen mit Menschen bleibt sie höflich, aber zurückhaltend.
    Ihr Herz schlägt eindeutig für Hunde – Menschen sind für sie eben einfach… Menschen.